Weiter ging es zu einem kleinen Museum, dem Wohnhaus eines griechischen Schriftstellers, das wir uns eigentlich gerne angesehen hätten. Ja, hätten, denn wer rechnet schon damit, dass ein Museum nachmittags um 2 schließt und dann bis zum Folgetag nicht wieder öffnet!?
Was also anfangen mit dem Rest des Tages? Wir genossen einfach die Tatsache, in Korfu City zu sein, uns erneut einen Sonnenbrand auf den Sonnenbrand zu holen und durch die Gassen der Altstadt zu streifen, ohne Orientierung, einfach gespannt darauf, wo wir letzten Endes landen würden.
Nach einem kleinen Zwischenstopp in einem Café auf dem Platz, auf dem sich auf das Rathaus der Stadt befand, ging der Spaziergang durch die Altstadt weiter.
Man fühlt sich einfach gleich wohl in diesem Teil Korfu Citys. Die engen Gassen und die Wäsche, die in einer ganz besonderen Apparatur zwischen den Häuserreihen aufgehängt wird, die kleinen Touristenshops und Klingelläden mit Schmuck, Schnitzereien und Glasarbeiten, die Häuser, die fast alle in zarten Gelb- und Apricot-Tönen gehalten wurden, Fensterläden und ganz viele, ausgelassene Menschen, überall. Ende März und wir alle hatten das Gefühl, der Sommer ist da.
Ein Abstecher führte uns in die Neustadt, die zwar nicht ganz so charmant war wie die Altstadt, aber trotzdem sehr schön und vor allem grün. Klein, aber fein - das trifft den Charakter von Korfu City ziemlich genau.
Und was kann es schöneres geben, als sich am späten Nachmittag bei immer noch strahlend blauem Himmel und ganz viel Sonne ein Plätzchen am kleinen Yachthafen zu suchen und über Gott und die Welt zu plaudern, während neben einem die kleinen Boote im Wasser schaukeln, die Motoren der etwas größeren Kutter angeworfen werden und die Besitzer sie liebevoll für die anbrechende Saison vor
Und so ging es am Dienstagmorgen zurück nach Thessaloniki. Die Fähre sah uns nur unter Deck, denn, wie bereits erwähnt, hatten wir es mit dem Sonnenbaden ein bisschen übertrieben und uns tat wirklich alles weh (ganz abgesehen davon, dass bereits die Abdrücke unserer Sonnenbrillen begonnen hatten, sich in unseren Gesichtern abzuzeichnen...) und danach ging es wieder für einige Stunden in den Bus.
Das Wohnheim war wie ausgestorben, als wir am frühen Abend wieder dort ankamen. Die meisten saßen bereits im Flieger nach Hause oder hatten sich, wie wir, auch auf die Reise nach Albanien, Bulgarien, die Türkei oder diverse Inseln gemacht. Jetzt, eine Woche später, gleicht das Wohnheim immer noch einem Geisterhaus. Aber um ehrlich zu sein stört mich das herzlich wenig, denn so konnten wir ungehindert den Schlaf nachholen, den wir nach unserer Zeit auf Korfu bitter nötig hatten :-)

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