Da standen wir nun, nicht wirklich wissend, wo wir überhaupt waren. Liegt der Bahnhof im Zentrum oder außerhalb? Welchen Bus können wir nehmen? Gibt es hier irgendwo Stadtpläne!? Nein. Aber dafür Kaffee und heiße Schokolade - also, rein ins Café! Aufgewärmt und gestärkt (und in meinem Fall geschwächt, da die Schokolade mir offensichtlich nicht gut bekam), kauften wir uns am ersten Kiosk eine Fahrkarte für die Metro und fuhren direkt ins Zentrum Athens.
Feststellung Nr. 1: Athen ist sauber. Die Metro, die Metrostationen, die Straßen, alles. Vielleicht liegt es daran, dass wir der Stadt vor der eigentlichen Touristenzeit einen Besuch abstatteten, jedenfalls war ich positiv überrascht.
Auf der Suche nach einem Hostel hatten wir dann allerdings ein weniger schönes Erlebnis.
Feststellung Nr. 2: Athener Straßenhunde sind sehr aufdringlich und haben keinen Respekt vor Menschen. Was sehr schade ist, denn abgesehen von diesen zwei Punkten sind sie wirklich liebenswert. Bestimmt. Wir machten leider den Fehler und schlossen "Freundschaft" mit einem schwarzen Labrador. Und dieser Labrador hatte einen Freund. Und der Freund dieses Labradors hatte wiederum Freunde, ebenso wie die Freunde des Freundes dieses Labradors. Und plötzlich waren es sechs. Und sie wollten spielen, sprangen an uns hoch, rempelten uns an (und nicht nur einmal fast auch um). Wir ware
Nachdem wir ein bisschen durch die kleineren Straßen im Zentrum gelaufen waren, wurden wir tatsächlich fündig. Ein hübsches, sauberes Hostel für 15 Euro/Nacht, incl. Frühstück, freiem Internetzugang, eigenem Badezimmer, Balkon und unglaublich gemütlichen Betten :-) Nachdem wir es uns ein wenig häuslich eingerichtet hatten, ging es auch schon wieder in die Stadt. Wir wussten, dass zwei Tage zu wenig waren, um alles zu sehen und so war uns klar, dass wir uns entscheiden mussten, was wir machen wollten. Der Akropolis, natürlich das Highlight unserer Reise, wollten wir uns am Folgetag widmen und so verbrachten wir den restlichen Montag damit, mehr oder weniger ziellos durch die Straßen zu laufen und die Stadt einfach auf uns wirken zu lassen.
Wir kamen an einem großen Markt vorbei und wollten uns dieses Spektakel natürlich nicht entgehen lassen.
Ist man in Thessaloniki als offensichtlich Nicht-Einheimische schon ein gefundenes Fressen für die vielzähligen (zumeist männlichen) Standverkäufer, so mussten wir uns in Athen darüber belehren lassen, dass es doch noch eine Spur härter geht.
Feststellung Nr. 3: In Thessaloniki wird nur geguckt - in Athen wird auch angefasst. Die Herren beließen es nicht bei der persönlichen Ansprache ("Meine Mädchen! Ihr Hübschen! Was darf's sein?") und Zwinkern, da wurde uns schon mal der Weg versperrt, so manches mal a
Am Nachmittag machte sich ein kleines Tief bei uns breit und wir beschlossen, uns für ein paar Stunden ins Hostel zu verziehen und ein wenig Schlaf nachzuholen.
Die letzten Stunden des Tages verbrachten wir dann damit, einen kleinen Streifzug durch die Straßen in Richtung Akropolis zu unternehmen und landeten schließlich auf einem urgemütlichen Platz mit einer Vielzahl von Tavernen. Ähnlich wie auf dem Markt zuvor versuchten uns auch hier die mit Menükarte ausgestatteten, vor ihrem Restaurant stehenden, Besitzer, uns davon zu überzeugen, dass ihre Taverne die Beste ist. Die Wahl fiel uns im Endeffekt dann aber doch leicht, denn die meisten Tavernen hatten keinen Fisch. Und Katha wollte Kalamari essen ;-)
Nach einem sehr schönen und lustigen Abend machten wir uns wieder auf den Weg ins Hostel und fielen dort hundemüde in unsere Betten, voller Vorfreude auf den Folgetag.

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